
Das Spiel des Lebens
Wer hält eigentlich den Controller?
Stell dir dein Leben wie ein Videospiel vor.
Du hast einen Avatar: deinen menschlichen Körper, einen Namen, eine Geschichte, Erfahrungen und bestimmte Fähigkeiten.
Dieser Avatar bewegt sich durch eine Welt. Er begegnet Menschen, erlebt Situationen, gewinnt, verliert, zweifelt, lernt und entwickelt sich.
Vielleicht hast du lange geglaubt, du bist dieser Avatar.
Doch was, wenn du diejenige bist, die den Controller hält?
Dein Verstand erzählt dir vielleicht:
„So bist du eben.“
„Das konntest du noch nie.“
„Damals ist es auch schiefgegangen.“
„Was werden die anderen denken?“
Du kannst diese Gedanken hören, ohne ihnen automatisch den Controller zu überlassen.
Ein Gedanke über dich ist nicht automatisch die Wahrheit über dich.
Eine Erinnerung an dich ist nicht das, was du jetzt bist.
Und eine Vorstellung deiner Zukunft ist noch nicht das, was geschehen wird.
Du musst deinen Avatar deshalb nicht bekämpfen oder deine bisherige Geschichte auslöschen.
Du darfst erkennen: Du spielst sie.
Und sobald du das bemerkst, entsteht Raum für einen neuen nächsten Schritt.