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Verkörpere es

Wie aus einer Entscheidung eine Erfahrung wird

 

Vielleicht kennst du diese Gedanken:„

Wenn ich das geschafft habe, dann bin ich erfolgreich.“

„Wenn ich genug Geld habe, dann fühle ich mich frei.“

„Wenn ich mutiger bin, dann zeige ich mich.“„Wenn sich mein Leben verändert hat, dann bin ich glücklich.“

Doch jedes „Wenn … dann bin ich …“ verschiebt die Erfahrung in die Zukunft. Denn damit sagst du gleichzeitig:

Jetzt bin ich es noch nicht.Jetzt fehlt mir noch etwas.

Erst wenn sich etwas verändert, kann ich so sein oder mich so fühlen.

Du entscheidest aus dem Mangel dessen, was du gerade noch nicht zu sein glaubst.Was aber, wenn du die Reihenfolge umdrehst?

Nicht:Wenn ich etwas erreicht habe → dann bin ich.Sondern:

Ich entscheide jetzt, wer ich sein möchte → und handle aus dieser Version heraus.

Eine Entscheidung allein verändert dein Erleben allerdings noch nicht automatisch.

Dein Gehirn orientiert sich an dem, was es kennt. Es greift auf Erinnerungen, Erfahrungen, Gewohnheiten und vertraute Reaktionsmuster zurück. Deshalb wird dein Verstand dir vielleicht weiterhin erzählen, warum du etwas nicht kannst, warum es bisher anders war oder warum du lieber beim Vertrauten bleiben solltest.

Du musst diese Gedanken nicht loswerden.Du kannst sie wahrnehmen und trotzdem anders handeln.Denn genau durch dein Handeln gibst du deinem menschlichen System die Möglichkeit, eine neue Erfahrung zu machen.

 

Wenn du dich als selbstbewusst erfahren möchtest, frage dich:Wie würde ich heute handeln, wenn ich bereits selbstbewusst wäre?Vielleicht sprichst du etwas aus, das du sonst für dich behalten hättest.

Wenn du dich als jemand erfahren möchtest, der sich selbst vertraut, triffst du eine Entscheidung, ohne sie anschließend zehnmal infrage zu stellen.

Wenn du dich als frei erfahren möchtest, sagst du vielleicht Nein zu etwas, das du bisher nur aus Pflichtgefühl getan hast.

Wenn du dich als mutig erfahren möchtest, machst du den kleinen Schritt, vor dem dein Verstand dich gerade noch schützen möchte.

 

Wenn du dich als sichtbar erfahren möchtest, zeigst du dich obwohl die alte Stimme fragt, was andere darüber denken könnten.

Wenn du dich als ruhig erfahren möchtest, reagierst du nicht sofort auf jeden Impuls, sondern hältst einen Moment inne.

Und wenn du dich als jemand erfahren möchtest, der das Leben genießt, wartest du nicht darauf, dass irgendwann alles perfekt ist.Du trinkst deinen Kaffee bewusst.Du spürst die Sonne.Du hörst das Lied.Du nimmst den Menschen vor dir wahr.

Vielleicht sind es nur kleine Handlungen.Aber genau dadurch wird aus einer Entscheidung eine gelebte Erfahrung.

Dein Gehirn bekommt etwas Neues zu registrieren:

Ah. So handeln wir jetzt.So fühlt sich das an.Diese Erfahrung gibt es auch.

Und je öfter du deine Entscheidung tatsächlich verkörperst, desto vertrauter kann diese Erfahrung werden.

Frag dich deshalb nicht nur:Wer möchte ich sein?

Sondern:Was würde diese Version von mir heute ganz konkret tun?Und dann tue etwas davon.

Nicht wenn du keine Angst mehr hast.

Nicht wenn sich das Außen verändert hat.

Jetzt.

Vielleicht liegt genau hier die Verbindung zwischen Bewusstsein und Menschsein:

Das Bewusstsein wählt die Richtung.

Der Mensch macht die Erfahrung.

Und jede bewusste Handlung ist ein kleiner Druck auf den Controller.

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